Kurzfristige Kurstreiber

Zunächst einmal die Entwicklung des Gesamtmarkts! Erwarten Sie nicht, dass ausgerechnet Ihre Aktie stark steigt, wenn die Börsenstimmung eine schlechte ist.

Nur wenige Aktien können sich von der Börsentendenz abkoppeln, meist gibt es dann einen Grund, der nur diesen einen Wert betrifft. Das können sein:

  • Bekanntgabe von Quartalszahlen
  • eine andere kursrelevante Nachricht (Übernahme, Veränderungen im Vorstand etc.)

Zusammengefasst also unternehmensinterne Faktoren, aber auch

  • eine aktuelle Analysten-Studie diese Aktie betreffend
  • eine ganze Branchen-Studie, die beispielsweise den gesamten Halbleiter-Sektor nach oben stuft, wodurch auch ein deutscher Wert wie Infineon profitiert.

Ohnehin gibt es immer wieder Trend-Branchen, die sich von der Gesamtmarktentwicklung abkoppeln. So legten beispielsweise im März 2011, also nach der Atomkatastrophe von Japan Wind- und Solarenergie-Aktien massiv zu, obwohl es an der Börse zu einer starken Korrektur kam.

Auch die Stimmung der Anleger (das Sentiment) kann ein wichtiger Treiber für Aktienkurse sein. Nutzen Sie die Daten als Kontraindikator: Seien Sie vorsichtig, wenn allzu viele Bullen unterwegs sind. Dagegen können Sie auf Schnäppchenjagd gehen, wenn sich alle als Bären verhalten: Diese glauben an weiter fallende Märkte, haben daher schon verkauft, weshalb der Verkaufsdruck heraus ist.

Stimmungsindikatoren für den deutschen Markt können beispielsweise bei www.sentix.de abgerufen werden. Sehr gut aufbereitet präsentiert auch der Börsenbrief „Finanzwoche“ von Jens Erhard diverse Stimmungsindikatoren aus Deutschland und vor allem den USA.

Zudem weisen Märkte oftmals typische saisonale Verläufe auf. Eine besonders gute Zeit für Aktien beginnt zumeist im Herbst und reicht bis weit ins nächste Jahr hinein. Die genauen langfristigen saisonalen Verläufe für diverse Indizes und Rohstoffe können Sie unter www.seasonalcharts.de abrufen.

Was sind die langfristigen Kurstreiber?

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