Signale der Charttechnik richtig deuten

Mit der technischen Analyse können Sie auch sehr gut Unterstützungen ausmachen. Eine solche entsteht, wenn die Notierungen bei einem gewissen Niveau immer wieder nach oben drehen.

Tipp: Nutzen Sie Unterstützungen und Gleitende Durchschnitte bei der Wahl von Stoppkursen – indem Sie den Stop loss 3 bis 5% darunter platzieren.

Ich wende auch gerne die Strategie an, bei einer Korrektur in eine Aktie einzusteigen, wenn sie in die Nähe einer soliden Unterstützung oder eines steigenden (!) gleitenden Durchschnitt gefallen ist – in der Erwartung, dass es zu einem Dreh nach oben kommt. Endet der Kursverfall nicht wie erwartet, ist nicht viel passiert, denn der Stopp kann in solch einem Fall sehr eng platziert werden – leicht unter der Unterstützung!

Prallt der Kurs dagegen wiederholt an einem bestimmten Niveau ab, spricht man von einem Widerstand. Wird ein solcher überwunden, liegt für die Aktie ein Kaufsignal vor. Neues Aufwärtspotenzial wurde generiert, Sie können in den Wert einsteigen!

In diesem Chart der Danone-Aktie können Sie viele wichtige Faktoren erkennen, von denen ich in diesem Kapitel gesprochen habe.

Sie sehen, dass die Aktie im April eine wichtige Widerstandszone überwand, als in kurzer Folge der 200-Wochen-Durchschnitt (der eignet sich besonders gut für langfristige Analysen), ein Abwärtstrend und das 52-Wochen-Hoch genommen wurden. Diese Zone um 46/48 Euro dient nunmehr als gute Unterstützung.

Von unten nähert sich als zusätzlicher Stabilisator ein bei knapp 45 Euro verlaufender Aufwärtstrend. Nach dem Ausbruch sprang die Aktie in idealtypischer Manier an und lief in die Nähe der nächsten wichtigen Barriere: Ein markantes Hoch von Herbst 2008. Der Kursverlauf von Juni/Juli verfestigte den Widerstand um 53/54 Euro.

Wollen Sie sich intensiver mit dem Thema Charttechnik beschäftigen, werden Sie es auch mit Indikatoren zu tun bekommen. Ich nutze bei meiner Analyse besonders gerne MACD und Oszillatoren wie den DSS. Würde den Rahmen dieses Werkes sprengen. Zur Weiterbildung kann ich Ihnen das Buch von John J. Murphy „Technische Analyse der Finanzmärkte“ empfehlen.

Zur Zusammenfassung dieses Kapitels

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